In den Kommentarspalten von Medien, in Aussagen von Politikern und in Medienberichten werden ab und zu Aussagen zu den Ursachen des Klimawandels gemacht, welche aus unserer Sicht irreführend und/oder fragwürdig sind. Ein paar dieser Aussagen wollen wir hier aufgreifen.
Auf Aussagen, welche um Faktoren neben der Realität liegen und schlicht schlecht recherchiert oder für reine Propaganda verwendet werden, gehen wir an dieser Stelle nicht ein.
Diese Aussage haben wir in letzter Zeit relativ oft gehört und gelesen. Das im Zusammenhang mit den Klimastreiks in der Schweiz.
Die Aussage suggeriert, dass 100 Firmen für 70% des gesamten, weltweiten CO2-Ausstosses verantwortlich sind.
Das ist nicht ganz korrekt: Die 70% beziehen sich auf die weltweite
industrielle Freisetzung von CO2. Laut [
1] betragen die CO2-Emissionen der Industrie um die 37% der weltweit von Menschen verursachten CO2-Emissionen. Diese 100 Firmen sind somit für 70% dieser 37% =
ca. 26% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich.Dieser Anteil ist natürlich immer noch sehr hoch. Ein Blick in die Liste dieser 100 Firmen im
CDP Carbon Majors Report 2017 (Siehe [
4]) zeigt, dass es sich mehrheitlich um sehr grosse Firmen aus dem
Bereich Rohstoffgewinnung (fossile Brennstoffe, aber auch andere Rohstoffe) handelt.
Schlussendlich sind wir Konsumenten es, die diese Rohstoffe in unterschiedlichster Art und Weise konsumieren. Die alleinige Schuld an diesen CO2-Emissionen diesen Firmen zuzuweisen ist deshalb nicht ganz redlich.
Die Schweizer sind Vielflieger, Tendenz weiterhin steigend. Der Anteil der CO2-Emissionen pro Person liegen in der Schweiz weit über den 2-3%. Je nach Quelle werden Werte von bis zu 19% genannt.
Jeder längere Flug ramponiert den CO2-Fussabdruck der fliegenden Personen beträchtlich.Betroffen von den Folgen sind alle. D.h. heutige und kommende Generationen.
Weitere Informationen sind in [
6] zu finden.